Madgirl In The Attic - Lifeless Child (CD)
Geschrieben von Martina   
23.06.2007

Was passiert wenn man Stoner-Rock und Punk mit Metal abschmeckt und das Ganze in einem musikalischen Schmelztiegel aufkocht, das zeigt die vierköpfige Band MADGIRL IN THE ATTIC auf deren Debütalbum 'Lifeless Child'. Das EmoRock-Kind ist aber keineswegs ohne Leben; Frontmann Manuel Decker schreit mit seinen gerade mal 20 Jahren bei Songs wie „Alright“ oder „Wouldn’t Be There“ um Leib und Leben.Madgirl In The Attic - Lifeless Child

Die Songs handeln thematisch großteils von den zentralen Jugendprobleme dieser Zeit: Dem Erwachsenwerden, der frustrierenden Tatsache, von der Umwelt so gar nicht verstanden zu werden und sonstige pubertäre Enttäuschungen. Genau bei diesen Themen rumpelt es zünftig dahin, und Decker spart weder mit Zorn noch Stimmvolumen; beides derartig monströs, dass er wohl locker über das Nürnberger Zeppelinfeld schreien könnte – unplugged!

Was bieten die vier Münchner – Durchschnittsalter Anfang Zwanzig - namens Konrad, Swat, AleX und eben Decka dem geneigten Hörer noch? Eine wunderschöne Klavierballade namens „Hazel Eyes“ oder auch das preschende „Shoulder to Shoulder“ in dem es heißt: „Let the music take control“. „All that remains“ präsentiert sich ebenfalls als eine anfangs sanfte Klavierballade, die sich nach und nach im Stile gewaltiger Gewitterwolken zu einem energiegeladenen Monstrum auftürmt und schließlich in einem Riff à la Slash (Guns n' Roses-Hero) gipfelt. Das Intro von „USA Today“ – eine in den Akkorden sehr „Starspangled Banner“-lastige Angelegenheit – weckt für zwei Sekunden Erinnerungen an die Kult-Serie „Beverly Hills 90210“ beziehungsweise an all die (großartigen) 80er-Jahre Teen-Filme. Der Song biegt dann jedoch sofort in ein College-Rock-Thema mit treibenden Drums ab, das mitunter auch zum Moshen einlädt.

Das Motto der 2006 gegründeten Band lässt sich kurz zusammengefasst auf zwei Grundthemen herunter brechen, so Decker im Gespräch: „Wir geben unser bestes bei Konzerten, und das auch vor nur drei Leuten." sowie „Jeder, der zu unseren Konzerten kommt, soll eine tolle Show bekommen.“ Wie man dem Fußvolk letztere bietet, weiß das Quartett ganz genau. Schließlich wurde man beim lokalen Bandcontest bereits stolzer Zweiter und Manuel Decker erwähnt dann noch ganz beiläufig, dass er – damals noch mit einer anderen Band – auch schon mal als Support für Silbermond gespielt hätte. Weiter geht's!

http://www.myspace.com/madgirlintheattic  (Bichlmaier Studios)

 

Tracklist:

01 Alright

02 Wouldn't Be Here

03 Hazel Eyes

04 Shoulder To Shoulder

05 All That Remains

06 Drop Of Blood

07 USA Today

08 Dead Dreams

09 Die Sweet Little Heart

 
< Zurück   Weiter >