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Was passiert wenn man
Stoner-Rock und Punk mit Metal abschmeckt und das Ganze in einem
musikalischen Schmelztiegel aufkocht, das zeigt die vierköpfige Band MADGIRL IN THE ATTIC
auf deren Debütalbum 'Lifeless Child'. Das EmoRock-Kind ist aber
keineswegs ohne Leben; Frontmann Manuel Decker schreit mit seinen
gerade mal 20 Jahren bei Songs wie „Alright“ oder „Wouldn’t Be There“
um Leib und Leben.
Die
Songs handeln thematisch großteils von den zentralen Jugendprobleme
dieser Zeit: Dem Erwachsenwerden, der frustrierenden Tatsache, von der
Umwelt so gar nicht verstanden zu werden und sonstige pubertäre
Enttäuschungen. Genau bei diesen Themen rumpelt es zünftig dahin, und
Decker spart weder mit Zorn noch Stimmvolumen; beides derartig
monströs, dass er wohl locker über das Nürnberger Zeppelinfeld schreien
könnte – unplugged!
Was
bieten die vier Münchner – Durchschnittsalter Anfang Zwanzig - namens
Konrad, Swat, AleX und eben Decka dem geneigten Hörer noch? Eine
wunderschöne Klavierballade namens „Hazel Eyes“ oder auch das
preschende „Shoulder to Shoulder“ in dem es heißt: „Let the music take
control“. „All that remains“ präsentiert sich ebenfalls als eine
anfangs sanfte Klavierballade, die sich nach und nach im Stile
gewaltiger Gewitterwolken zu einem energiegeladenen Monstrum auftürmt
und schließlich in einem Riff à la Slash (Guns n' Roses-Hero) gipfelt.
Das Intro von „USA Today“ – eine in den Akkorden sehr „Starspangled
Banner“-lastige Angelegenheit – weckt für zwei Sekunden Erinnerungen an
die Kult-Serie „Beverly Hills 90210“ beziehungsweise an all die
(großartigen) 80er-Jahre Teen-Filme. Der Song biegt dann jedoch sofort
in ein College-Rock-Thema mit treibenden Drums ab, das mitunter auch
zum Moshen einlädt.
Das
Motto der 2006 gegründeten Band lässt sich kurz zusammengefasst auf
zwei Grundthemen herunter brechen, so Decker im Gespräch: „Wir geben
unser bestes bei Konzerten, und das auch vor nur drei Leuten." sowie
„Jeder, der zu unseren Konzerten kommt, soll eine tolle Show bekommen.“
Wie man dem Fußvolk letztere bietet, weiß das Quartett ganz genau.
Schließlich wurde man beim lokalen Bandcontest bereits stolzer Zweiter
und Manuel Decker erwähnt dann noch ganz beiläufig, dass er – damals
noch mit einer anderen Band – auch schon mal als Support für Silbermond
gespielt hätte. Weiter geht's!
http://www.myspace.com/madgirlintheattic (Bichlmaier Studios)
Tracklist:
01 Alright
02 Wouldn't Be Here
03 Hazel Eyes
04 Shoulder To Shoulder
05 All That Remains
06 Drop Of Blood
07 USA Today
08 Dead Dreams
09 Die Sweet Little Heart
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